23.07.2026

Publikation der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (EASA) zu Ehren von Dr. Felix Unger mit Auszügen aus seinem Dialog mit Daisaku Ikeda

Anlässlich des 80. Geburtstags ihres Mitbegründers und Ehrenpräsidenten Dr. Felix Unger hat die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste (EASA) am 25. Februar 2026 das Buch Das Herz Europas: Wissenschaft, Humanität und Verantwortung veröffentlicht. Die Publikation würdigt das philosophische Vermächtnis Ungers und beleuchtet seine Vision eines geeinten Europas, das auf Wissenschaft, Dialog und humanistischen Werten basiert.

Ein besonderes Kapitel des Bandes trägt den Titel „Religion und Toleranz“. Es enthält den ersten Teil des Dialogs Toleranz leben. Buddhistische und christliche Antworten im Spiegel unserer Zeit, in dem Dr. Felix Unger und SGI-Präsident Daisaku Ikeda ihre Gedanken zu Mitgefühl, Toleranz und gesellschaftlicher Verantwortung austauschen. Aus katholischer und buddhistischer Perspektive beleuchten sie den Geist der Toleranz als Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.

Der Dialog basiert auf vier persönlichen Begegnungen der beiden Gesprächspartner sowie einem anschließenden Briefwechsel. Er erschien erstmals 2007 in Japan und wurde inzwischen auf Englisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch und Deutsch veröffentlicht.

In seinem Beitrag beschreibt Dr. Unger Toleranz als einen aktiven Prozess, der durch Begegnung und Dialog mit anderen Menschen entsteht. Sie sei „ein geistiger Dienst am anderen“ und „eine aktive Form der Koexistenz, bei der ich mich mit meinen Mitmenschen identifiziere und mich für sie verantwortlich fühle“.

Auch Daisaku Ikeda hebt hervor, dass Toleranz weit über das bloße Akzeptieren der Existenz anderer hinausgeht. Aktive Toleranz ermögliche es, „eine reichere Menschlichkeit hervorzubringen, indem wir die Existenz anderer respektieren, uns daran freuen und daraus lernen“. Entscheidend sei dabei, ob die Ausübung von Toleranz die Menschen mitfühlender und glücklicher mache.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste vereint Wissenschaftler:innen sowie Persönlichkeiten aus zahlreichen Fachgebieten. Sie initiiert internationale Forschungsprojekte – unter anderem zu nachhaltigen Gesellschaften – und baut ihr weltweites Netzwerk kontinuierlich aus. Bereits im März 1997 wurde Daisaku Ikeda als erster Japaner zum Ehrensenator der Akademie ernannt.